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Sitzblockaden gegen Krisengewinnler

Blockupy-Bündnis protestiert vor der EZB und in Frankfurts Einkaufstraße

  • Von Sonja Erkens und Malene Gürgen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Frankfurt am Main machten sich am Freitag viele Menschen vergeblich auf den Weg zur Arbeit. Demonstranten hatten die Zugänge zur Europäischen Zentralbank blockiert.

»Ihr versteht wohl nicht, dass es Menschen gibt, die arbeiten gehen!«, schimpft es aus einem Hauseingang. Die Frau kann es nicht verwinden, dass ihr Weg zur Arbeit heute gesperrt ist. »Das sind Leute, die nichts zu tun haben!«, pflichtet ihre Begleiterin fassungslos bei. Die beiden sind nicht die einzigen, die sich am Freitagmorgen vergeblich auf den Weg zur Arbeit im Frankfurter Bankenviertel gemacht haben: Es ist der erste Aktionstag gegen »das Krisenregime der Europäischen Union«, zu dem das bundesweite Blockupy-Bündnis aus diversen politischen Gruppen aufgerufen hatte.

Von sieben Uhr morgens bis halb elf am Vormittag werden die Zugänge zur Europäischen Zentralbank (EZB) blockiert, so dass dort niemand ins Büro gehen kann, der EZB-Betrieb also für einen Tag zumindest nur eingeschränkt möglich ist. Der Protest richtet sich gegen das EU-Krisenmanagement, das in erster Linie Großbanken nutze und zur Verarmung breiter gesellsch...


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