Hamburg wartet auf Bremen

Nach der Beinahe-Katastrophe wird mit Spannung das Urteil zum dortigen Verbot von Atomtransporten erwartet

  • Von Folke Havekost, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Brand des mit Uranhexafluorid beladenen Containerschiffs »Atlantic Cartier« im Hamburger Hafen hält die Hansestadt weiter in Atem. Grüne und LINKE fordern ein Verbot von Atomtransporten. Der SPD-Senat geht nach wie vor davon aus, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestand.

Klaus Maurer hatte die dankbarste Rolle, als der Innenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft sich am vergangenen Freitag mit dem Zwischenfall vom 1. Mai befasste. Zuletzt hatte die Feuerwehr in den lokalen Medien mit Rattenrettungsaktionen für Schlagzeilen gesorgt - jetzt konnte der Chef des Hamburger Löschkommandos erklären, wie die Hansestadt dank seiner Truppe möglicherweise einer Katastrophe entging. Gut eine Stunde referierte Maurer über den 300-köpfigen Feuerwehreinsatz, die Ansichten und Forderungen danach boten kein einheitliches Bild.

Am Abend des 1. Mai war ein Feuer auf dem schwedischen Containerschiff »Atlantic Cartier« ausgebrochen. Der Löscheinsatz dauerte insgesamt gut 15 Stunden, erst nach über neun Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Die Dauer resultierte auch aus der Unklarheit der Situation: Die rasch eintreffende Feuerwehr war über die Gefahrenlage nicht nur unzureichend informiert und musste sich vor ...


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