Folke Havekost, Hamburg 07.06.2013 / Inland

Notunterkunft Gotteshaus

Ein Teil der obdachlosen Flüchtlinge in Hamburg findet Zuflucht in einer Kirche

In Hamburg spitzt sich der Konflikt zwischen Kirche und Staat zu. Während der Senat rund 300 afrikanische Flüchtlinge nach Italien zurückführen will, stellt Pastor Sieghard Wilm gut 60 der bislang Obdachlosen sein Gotteshaus zur Verfügung. Am Donnerstag besuchte Hamburgs evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs dort die Flüchtlinge.

»Das ist kein Kirchenasyl«, sagt Pastor Wilm: »Wir leisten einfach humanitäre Nothilfe.« Decken und Matratzen liegen in seiner St. Pauli-Kirche, nach der der berühmte Stadtteil benannt ist. Gespendete Lebensmittel sorgen für das Nötigste. Seit Donnerstag gibt es einen Container mit Sanitäranlagen.

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