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Ohne Abi zum Probestudium

Thüringen will Bildungswege offen halten

Erfurt (dpa/nd). Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) will mehr Facharbeitern ein Studium an Thüringens Universitäten und Fachschulen ermöglichen. Künftig solle es ein Probestudium geben, das auch Menschen ohne Abitur den Weg zu einem Hochschulabschluss eröffne, sagte Matschie am Donnerstag nach der Kabinettssitzung in Erfurt. Das Probestudium solle je nach Fachgebiet zwei bis vier Semester dauern. »Wir wollen alle Bildungswege offen halten. Damit nehmen wir auch den Druck von Familien und Kindern, bereits in der vierten Klasse Entscheidungen treffen zu müssen.« Er sehe im Hochschulzugang über ein Probestudium keine Gefahr, dass die Qualität der Ausbildung leide. »Die Niveauanforderungen der Abschlüsse bleiben bestehen.«

Der Vorstoß ist Teil eines Gesetzesentwurfs, der jungen Wissenschaftlern und qualifizierten Fachleuten größere Karriere- und Entwicklungschancen eröffnen soll. Thüringen brauche bis 2020 rund 200 000 qualifizierte Facharbeiter und Absolventen von Hochschulen, sagte Matschie. Dies sicherzustellen, habe oberste Priorität.

Matschie will außerdem erfolgreichen jungen Forschern frühzeitig spannende und verlässliche Perspektiven geben und sie so im Freistaat halten. Die Hochschulen sollen deshalb Juniorprofessoren den direkten Aufstieg in eine feste Professur ermöglichen.

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