Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Seltene Vögel

Bernd Kammer fühlt mit den Mehlschwalben

Der nächste Zensus ist über Berlin hereingebrochen. Doch die Folgen für den Landeshaushalt dürften diesmal überschaubar sein, handelt es sich doch um keine Volks-, sondern eine Vogelzählung. Im Unterschied zu uns Berlinern ist die Zahl unserer gefiederten Freunde in etwa gleich geblieben, etwa 30 000 zählten Helfer des Naturschutzbundes (NABU) in den Gärten. Überflieger bleibt der Haussperling, gefolgt von Amsel und Kohlmeise.

Ansonsten geht es den Vögeln wie den Menschen - sie finden immer weniger Wohnraum. Die einen können die Miete nicht mehr bezahlen, die anderen suchen an immer mehr sanierten Hauswänden und abgeschlossenen Fassaden vergeblich nach Nistmöglichkeiten. Besonders im Zentrum wird es für Wohnungssuchende aller Art eng, wie gerade die mit einiger Verspätung aus Afrika heimkehrenden Mauersegler feststellen mussten.

Die Gentrifizierung macht also auch vor den geflügelten Bewohnern dieser Stadt nicht halt. Bei den Mehlschwalben wurde immerhin schon ein Rückgang von 35 Prozent registriert, obwohl diese streng geschützt sind und gewissermaßen einen Wohnberechtigungsschein beantragen könnten. Der Mieterverein, pardon der NABU, appelliert an Hausbesitzer und Behörden, Ersatznistplätze zu schaffen. Dazu seien sie gesetzlich verpflichtet.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln