Robert Maruschke 08.06.2013 / Kultur

Eine andere Welt wird sichtbar

Community Organizing in den USA befähigt und bestärkt Menschen, für ihre eigenen Interessen einzutreten

In vielen Städten der USA etablieren sich kleine Organisationen, die sich dem Kampf gegen das System verschrieben haben. Mehrere hundert Menschen kommen in diesen familiären und schlagkräftigen Community Organisationen zusammen. Sie kämpfen gegen Zwangsräumungen, gegen den alltäglichen Rassismus und für eine andere, eine bessere Gesellschaft. Ein Erfahrungsbericht aus Oakland, Kalifornien.

In Oakland, Kalifornien, setzt sich »causa justa :: just cause« für bezahlbare Wohnungen und ein besseres Leben für alle ein. Mit anderen Gruppen mobilisierte die Community Organisation zu einem Generalstreik im November 2011 insgesamt 50 000 Menschen. Der Hafen von Oakland wurde dabei besetzt und blockiert, die Banken blieben geschlossen.

Als ich gegen 17 Uhr das Büro von Causa Justa::Just Cause (CJJC) betrete, sind schon fast alle da. 20 Mitglieder der revolutionären Community Organisation aus den Stadtteilen East- und West-Oakland sind der Einladung für dieses Kampagnentreffen gefolgt. Sie sitzen in der Mitte des Großraumbüros im Erdgeschoss eines ehemaligen und ansonsten leerstehenden Hotels. Es gibt keine Trennwände zwischen den zwölf Arbeitsplätzen und an der Wand hängen Bilder von Mitgliedern der Organisation bei politischen Aktionen. Die großen Schreibtische sind abgenutzt, bieten aber genug Platz für Flachbildschirme, Papierberge und die Telefone. Der Rhythmus des Arbeitsalltags ist einem angenehmen Chaos gewichen.

Patrice ist dem Anschein nach Mitte 40 und freut sich auf das Treffen. Sie trägt ein CJJC-Shirt mit der Aufschrift »Wohnungen für die Menschen!« Sie nimmt noch einen Teller mit Essen, bevor sie einem jüngeren Mann erzählt, wie sie zu CJJC gek...

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