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Schwimmunterricht wider Willen

Robert Göbel aus Berlin

Diese Geschichte ist ein Teil aus seiner Biografie, die der 80-Jährige geschrieben hat.

Der fürchterliche Bombenangriff auf meine Heimatstadt Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 hatte auch unsere Wohnung total zerstört. Längs der Elbe, stromaufwärts, bewegten wir uns mit Tausenden ausgebombten, verstörten Menschen. Die brennende Stadt lag hinter uns. Wir, das waren meine Eltern, die gehbehinderte Schwester und ich Zwölfjähriger. Spät am Abend erreichten wir das Dorf Zschieren an der Elbe. Man hatte Stroh in der Dorfschule für uns aufgeschüttet. Später erfolgte die zwangsweise Einquartierung bei den Dorfbewohnern. Wir landeten bei der Familie Maaß.

Der Hunger wurde zu unserem treuesten Begleiter. Die Bauern im Ort hielten für uns ihre Tore geschlossen und bewachten nachts die Felder und Mieten mit Knüppeln bewaffnet. Wir hatten ja nichts zum Tauschen. Ich machte mich täglich auf Nahrungssuche. Die Schule im Dorf war noch geschlossen. Felder und Obstplantagen wurden von mir beobachtet und geplündert, ...


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