SPD geht in Unterzahl aufs Feld

Kongress debattierte in Berlin Wahlstrategien der Parteien

  • Von Christoph Nitz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Rund 100 Tage vor der Bundestagswahl versuchte der Kongress „Das Hochamt der Demokratie“ die Wahlstrategien der Parteien zu entschlüsseln. Politiker, Wissenschaftler und Medienvertreter trafen sich zwei Tage lang in Berlin bei der Heinrich-Böll-Stiftung – Fazit: Die SPD vergibt Chancen durch die Verweigerung einer Koalition mit der Linkspartei.

Wenn man Wahlkampf mit Fußball vergleiche, so Gerd Mielke – seit 1980 Mitglied der »Arbeitsgruppe Wahlen Freiburg« – trete die linke Seite im kommenden Wahlkampf so an, »als ob Klopp seine Mannschaft mit neun statt elf Spielern auf den Platz schicken würde.« Beim von allen Experten erwarteten Lagerwahlkampf verzichte die SPD freiwillig auf ein Potenzial von sechs bis acht Prozent und beraube sich ohne Not ihrer Chancen.

Mielke sprach weiter von einer »Selbstkastration« der SPD, wenn sie es nach zwanzig Jahren weiter unterlasse, »aus gesellschaftlichen Stimmungen parlamentarische Mehrheiten« zu machen. Der ehemalige Leiter der Abteilung für Grundsatzfragen unter den Ministerpräsidenten Scharping und Beck verglich die Situation mit der Weigerung der Sozialdemokraten Anfang der 1980er Jahre, die »Grünen als satisfaktionsfähig« anzusehen. Damals sei die Anpassung an die neuen Realitäten allerdings schneller als heute erfolgt.

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