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Das große Trauma

Hans-Hermann Hertle über den 17. Juni 1953, das Ende der SED und ein Theaterstück

Am kommenden Montag (17. Juni) wird im Rahmen der »Münzenberg-Lektionen« im nd-Gebäude das Stück »DAS ENDE DER SED - Die letzten Tage des Zentralkomitees« aufgeführt. Es fußt auf dem gleichnamigen Buch der Historiker Hans-Hermann Hertle und Gerd-Rüdiger Stephan, das 2012 seine fünfte Auflage erlebte (Ch. Links, 500 S., br., 29,90 €). Von Dr. Hertle, Wissenschaftler am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, wollte Karlen Vesper u. a. das Erfolgsgeheimnis der Inszenierung wissen, die seit über einem Jahr Säle füllt.

nd: Hätten Sie gedacht, dass das Stück »DAS ENDE DER SED - Die letzten Tage des Zentralkomitees« ein Publikumsrenner wird? Und wie kamen Sie auf die Idee?
Hertle: Beim Studium der Protokolle erkannte ich, welch dramaturgisches Potenzial das Ende der SED für Dokumentartheater birgt. Manche haben mich darin bestärkt, unter anderen mein Verleger Christoph Links, aber auch Hans-Dieter Schütt mit seiner Rezension unseres Buches im »nd«. Andere wie Claus Peymann hegten starke Zweifel an der Theatertauglichkeit des Stoffes; meine Gespräche mit dem Berliner Ensemble verliefen im Sande. Der Erfolg des Stückes war insofern nicht vorherzusehen. Er ist maßgeblich weniger der Idee als vielmehr ihrer Umsetzung zu verdanken: der Inszenierung durch Hans-Joachim Frank und »theater 89«, der Schauspielkunst der Darsteller und der Qualität des 60-köpfigen Chores der Singakademie Frankfurt (Oder). Das Ende der SED ist im Original-Ton auf Band überlief...


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