Werbung

Angerechnet

Fabian Lambeck über den Umgang mit Hochwasseropfern, die Hartz IV beziehen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Gute Nachrichten für die Menschen in den Hochwassergebieten: Die Pegel sinken, und außerdem haben sich Bund und Länder am Donnerstag auf einen milliardenschweren Hilfsfonds für die Opfer geeinigt. Wahrscheinlich mehr als acht Milliarden Euro sollen dafür bereitgestellt werden. Während sich viele Bürger in den betroffenen Regionen über die Hilfe von oben freuen, stellt sie Hartz-IV-Bezieher vor schier unlösbare Aufgaben. Denn viele von ihnen wissen nicht, ob die Soforthilfen und Spenden die vom Amt gewährten Hilfen schmälern, also angerechnet werden.

Dieser Anrechnungswahnsinn folgt keiner erkennbaren Logik und ist selbst für Experten kaum zu durchschauen. So gelten gespendete Möbel als Einkommen. Ihr Geldwert würde die Hartz-Leistung mindern. Dabei unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Spenden von Fremden oder Familienangehörigen. Unter gewissen Umständen wären diese dann wieder anrechnungsfrei.

Hier manifestiert sich wieder einmal der Hartz-IV-Regelungswahn, der nur einen Zweck zu haben scheint: möglichst viele Anspruchsberechtigte abzuschrecken. Um so wichtiger sind in diesem Fall Anweisungen, die in den einzelnen Jobcentern für Rechtssicherheit sorgen können. Die nun vorliegende Anweisung wird den Wahnsinn aber weiter auf die Spitze treiben, weil sie vorsieht, die Hilfen aus Notprogrammen mit Hartz-IV-Leistungen zu verrechnen. Wie das in der Praxis aussehen soll, weiß noch niemand. Nur eines ist klar: Auf die Sozialgerichte kommt eine Menge Arbeit zu.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen