Angela Stoll 18.06.2013 / Gesund leben

Bissige Helfer

Moderne Medizin entdeckt die Blutegel wieder

In der Naturheilkunde gelten Blutegel als bewährte Helfer bei chronischen Schmerzen, Krampfadern oder Venenentzündungen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie schon vor Jahrtausenden angewandt wurden. In jüngster Zeit haben sie wieder viel Beachtung erfahren.

Wenn der Blutegel anbeißt, spüren die Patienten einen kurzen Schmerz - eben so, als hätten sie eine Brennnessel berührt. Mehr nicht. Dennoch müssen viele Menschen zunächst ihren Ekel überwinden, um sich die Saugwürmer setzen zu lassen. Wem sie aber einmal geholfen haben, der vergisst meist jeglichen Widerwillen. »Seit etwa fünf Jahren beobachten wir ein starkes Interesse«, sagt Prof. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin.

Der Biss des Blutegels hat verschiedene Effekte. Beim Saugen spritzt der Wurm Speichel in die Wunde seines Wirts, damit das Blut fließt. Dieses Sekret enthält Michalsen zufolge einen »Cocktail« aus 30 verschiedenen Wirkstoffen, die unter anderem die Blutgerinnung hemmen, Entzündungsprozesse eindämmen und Schmerzen lindern. Der bekannteste der Stoffe ist der Gerinnungshemmer Hirudin, der als Medikament zur Vorbeugung von Thrombosen eingesetzt wird.

Dafür,...

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