Gefangen in der Botschaft

Ecuador drängt weiter auf diplomatische Lösung im Streit um Julian Assange

  • Von Harald Neuber
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Trotz britischer Auslieferungsbemühungen wird Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange die ecuadorianische Botschaft in London vermutlich bis auf Weiteres nicht verlassen. Der Australier sei notfalls bereit, noch »mindestens fünf weitere Jahre« in dem Diplomatengebäude auszuharren, sagte Ecuadors Außenminister Ricardo Patino am Montag nach einem Gespräch mit seinem britischen Amtskollegen William Hague, das keine Annäherung zwischen beiden Staaten brachte. Beide Außenminister wollten zwar »die Kommunikationskanäle offen halten, erzielten aber keinen Durchbruch«, hieß es in London - fast exakt ein Jahr nach Assanges Flucht in das Botschaftsgebäude am 19. Juni 2012.

Kurz vor dem ersten Jahrestag seiner Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London trat der Mitbegründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, am Sonntag vor die Öffentlichkeit. Unter dem Jubel von über 100 Unterstützern im Zentrum der britischen Hauptstadt ließ sich der 41-Jährige gemeinsam mit dem ecuadorianischen Außenminister Ricardo Patiño fotografieren. »Julian, amigo, Ecuador está contigo«, skandierten die Anhänger des Internetaktivisten: »Julian, Freund, Ecuador ist bei dir.«

Dieser Gewissheit zum Trotz kann Assange auf keine rasche Lösung seines Dilemmas hoffen. Auch ein Jahr nachdem er in der Botschaft des südamerikanischen Landes Zuflucht gesucht hatte, bleiben die Fronten zwischen London und Quito verhärtet. Derweil lebt Assange in einem 20 Quadratmeter großen Raum des rot geziegelten viktorianischen Gebäudes im historischen Zentrum der britischen Kapitale. Dorthin hatte er sich am 19. Juni vergan...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 656 Wörter (4552 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.