Der letzte Goldwäscher vom Raurisertal

Von »Theos Goldwaschplatz« zur Großglockner Hochalpenstraße

  • Von Hubert Thielicke
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

»Tal des Goldes« - und das mitten in Europa? Vielleicht nur Stoff für die touristische Sensationslust? Nicht ganz, denn dort, wo schon vor Jahrhunderten Gold gegraben und gewaschen wurde, kann man auch heute noch sein Glück versuchen und zumindest einige Goldplättchen mit nach Hause nehmen.

Dutzende Kinder und Erwachsene wuseln am Flüsschen Rauriser Ache herum. Ein großer, kräftiger Mann empfängt uns mit der Suggestivfrage: »Welche Stiefelgröße ham›s?‹« Theo Huber betreut den Goldwaschplatz Bodenhaus im Hüttwinkltal, auf den Tourismuskarten auch euphemistisch »Tal des Goldes« genannt. Gegen einen Obolus von sechs Euro verleiht er Stiefel und Goldwaschpfanne; ein Glasröhrchen für die Ausbeute und einen Crash-Kurs im Goldwaschen gibt es obendrauf. »Fundgarantie inklusive«, meint Theo augenzwinkernd.

Und schon geht es los. Der »Goldscout«zeigt, wie die Pfanne mit dem Flusssand leicht gefüllt wird. Dann die Pfanne im Fluss schwenken, die groben Teile in den Fluss ablassen, nun schräg halten und kräftig weiter schwenken. Mit etwas Glück glitzert es schließlich in den oberen Rillen der Schüssel. Ein, zwei, mitunter auch mehr Goldplättchen sind hängen geblieben. Nun schnell mit einem trockenen Finger die w...

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