Doping in Häppchen

Ehemaliger Radstar Jan Ullrich gesteht sehr spät und auch nur in Teilen

  • Von Tom Mustroph, Wangen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Er war einst der Liebling des deutschen Sports - bis Jan Ullrich über das Thema Doping stolperte. Seitdem streitet er ab. Nun hat er erstmals Eigenblutdoping zugegeben. Ein vollständiges Geständnis sieht jedoch anders aus.

Das Recht der alten Römer bezeichnete das Geständnis als die »Königin der Beweismittel«. Wer die bislang kolportierten Aussagen des einstigen Radstars Jan Ullrich im am heutigen Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin »Focus« als Geständnis begreift, macht sich damit der Amputation altehrwürdiger Rechtsbegriffe schuldig. Denn Ullrich räumt lediglich ein, mit Eigenblut gedopt und dabei auf die Dienste des spanischen Gynäkologen Eufemiano zurückgegriffen zu haben. Er bestreitet jedoch, jemals Medikamente zu Dopingzwecken zu sich genommen zu haben.

Ullrich mag selbst im Glauben sein, er hätte auf minderschwere Weise gedopt, als er »nur« das eigene Blut in den Körper zurückführte. Sportjuristisch ist dies unhaltbar. Und sachlich bestehen große Zweifel, ob Ullrich überhaupt die ganze Wahrheit sagt. Während der berüchtigten Razzia beim Giro d’Italia 2001 wurden in Ullrichs Hotelzimmer zahlreiche Medikamente beschlagnahmt. Die UCI, d...

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