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Der Finger Putins im Auge

USA-Offizielle wütend

Der Umgang der russischen Führung mit der Affäre Snowden lässt die Offiziellen in Washington vor Wut schäumen. »Putin scheint immer darauf erpicht, den Vereinigten Staaten einen Finger ins Auge zu stechen, ob es Syrien ist, Iran und jetzt, natürlich, Snowden«, sagte der demokratische Senator Charles Schumer.

»Die Bemühungen der Regierung Obama, im kalifornischen Palm Springs mit den Chinesen und in Nordirland mit den Russen Gemeinsamkeiten zu finden, haben einen ziemlich großen Rückschlag erlitten«, glaubt der ehemalige CIA-Mitarbeiter Bruce Riedel, heute Mitarbeiter des Thinktanks Brookings Institution in Washington.

Außenminister John Kerry nannte die Verwicklung Russlands in die Reise Snowdens »zutiefst beunruhigend«. Caitlin Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der USA: »Wir erwarten von der russischen Regierung, dass sie alle Optionen zur Ausweisung von Mr. Snowden in die USA beachtet.«

Auch jene amerikanischen Politiker, die zunächst Verständnis für die Beweggründe Snowdens gezeigt hatten, sahen die Verbindung zu den Russen kritisch. Snowden habe nicht gelogen, aber »er hat seinen Amtseid gebrochen«, meinte Senator Rand Paul aus Kentucky. »Er sagte die Wahrheit, dass eure Regierung euch belügt.« Mit den Russen oder Chinesen zusammenzuarbeiten sei aber eine ganz andere Sache.

John Dyer, Boston

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