Werbung

Fahrprobe bei Senioren von Behörde zu Recht angeordnet

Verkehrsrecht

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Um die Fahrtauglichkeit älterer Verkehrsteilnehmer zu prüfen, haben Behörden die Möglichkeit, eine offizielle Fahrprobe anzuordnen. Diese Maßnahme stellt grundsätzlich ein geeignetes Mittel dar und ist für Senioren weniger belastend als die Teilnahme an einem Medizinisch-Psychologischen Gutachten (MPU), urteilte das Verwaltungsgericht Düsseldorf am 22. Mai 2013 (Az. 6 L 299/13).

Eine Altersdiskriminierung stellt eine solche Überprüfung der Fahrfertigkeiten nach Einschätzung der Deutschen Anwaltshotline nicht dar. Ältere Verkehrsteilnehmer mit langer Fahrpraxis können Leistungsminderungen zum Teil durch ihre Erfahrung wettmachen, und nicht jeder altersbedingte Abbau bietet einen Anlass zum Entzug des Führerscheins.

Im verhandelten Fall hatten die Richter entschieden, dass die Probefahrt geeignet ist, die Fahrtüchtigkeit zu überprüfen. Hier zeige sich, ob im Einzelfall durch Ausfallerscheinungen ein Fahrverbot unvermeidbar sei.

Der Betroffene legte Einspruch gegen die Verwertbarkeit der Fahrprobe ein, weil er sich durch die aufgrund seines Alters angeordnete Probefahrt diskriminiert fühlte. Der Mann unterstellte allen Beteiligten an der Probefahrt - vom prüfenden Polizeibeamten bis zum Verkehrspsychologen - eine vorgefasste Meinung.

Die Testfahrt hatte tatsächlich erhebliche Beanstandungen ergeben. So hatte etwa erst der Eingriff des begleitenden Fahrlehrers das Überfahren einer roten Ampel verhindert, was der Prüfling jedoch nicht als Fehlverhalten einstufte.

Münzenbergforum

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen