Die graue Wohnungsnot

Bündnis »Wohnen 65plus« verlangt massive Investitionen in die Schaffung altersgerechter Wohnungen

  • Von Rainer Balcerowiak
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Selbstbestimmtes Leben im Alter wird für viele in Zukunft immer unwahrscheinlicher, denn angesichts des demografischen Wandels fehlen die entsprechend geeigneten Wohnungen.

In der Bundesrepublik droht mittelfristig ein dramatischer Mangel an altersgerechten Wohnungen. Das ist die Kernaussage einer Studie, die das Pestel Institut für Systemforschung im Auftrag des Bündnisses »Wohnen 65plus« erarbeitet hat. Dem Bündnis gehören Verbände der Bauwirtschaft, die Gewerkschaft IG BAU, der Deutsche Mieterbund (DMB) und der Sozialverband VdK an.

Studienleiter Matthias Günther verwies am Dienstag in Berlin auf die demografische Entwicklung: 2035 werden rund 24 Millionen Menschen älter als 65 Jahre sein, 40 Prozent mehr als jetzt. Entsprechend wird auch die Anzahl der Pflegebedürftigen auf bis zu 3,5 Millionen steigen. Auf der anderen Seite gebe es viel zu wenig barrierefreien und vor allem bezahlbaren Wohnraum für Senioren, was aber die Grundvoraussetzung für selbstbestimmtes Leben im Alter und häusliche Pflege wäre.

Laut Günther spielt in diesem Zusammenhang auch die Armut eine Rolle, die immer mehr ...


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