Afrika rangiert unter ferner liefen

Obama brachte bisher wenig neue Akzente

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Viele Afrikaner haben sich vom ersten schwarzen USA-Präsidenten eine progressive Afrika-Politik versprochen. Doch bisher hat Obama keine größeren Akzente gesetzt. Seine erste längere Afrika-Reise überhaupt wird zudem vom prekären Gesundheitszustand Nelson Mandelas in Südafrika überschattet, der zweiten Reisestation.

Es hat gute Tradition: Senegal gehört regelmäßig zur Reiseroute, wenn US-amerikanische Präsidenten durch Afrika touren. Das galt 2003 für George Bush jr. und das gilt 2013 für seinen Nachfolger Barack Obama. »Das liegt daran, dass Senegal eine lange demokratische Tradition ohne Putsche und Militärregierungen aufweist«, schildert Georg Klute gegenüber »nd« die mutmaßlichen Beweggründe für diesen wiederkehrenden Besuchsort. »Dabei wird geflissentlich übersehen, dass seit vielen Jahren in der senegalesischen Provinz Casamance ein gewalttätiger, ungelöster Konflikt um die Unabhängigkeit tobt«, so der Professor für Ethnologie Afrikas an der Universität Bayreuth.

Tradition hat im Weißen Haus auf alle Fälle, bei den Afrika-Reisen Länder mit der Aufwartung zu beehren, die dem US-amerikanischen Demokratieverständnis wenigstens im Großen und Ganzen entsprechen. Das ist bei Senegal, Südafrika und Tansania der Fall. Und das sorgt wie scho...


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