Mordorgie als Test

Neue Ausstellung über die Köpenicker Blutwoche 1933 in Berlin eröffnet

  • Von Kurt Wernicke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ein neuer gewichtiger Tupfer der Erinnerung im Rahmen des Themenjahrs »Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933 - 1938 - 1945« erfolgte dieser Tage zum 80. Jahrestag der »Köpenicker Blutwoche« am historischen Ort: Die Gedenkstätte im einstigen Amtsgerichtsgefängnis von Berlin-Köpenick - während der Mordorgie vom 21. bis 26. Juni 1933 Kommandozentrale und Folterstätte - wurde in neuer Fassung eingeweiht. Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) mahnte: »Niemals sollten wir oder die nachfolgenden Generationen die Schrecknisse jener Zeit verdrängen.«

Als Redner angekündigt waren zudem Sigmar Gabriel und Gregor Gysi; ersterer jedoch ließ sich durch den Staatssekretär für Kultur, André Schmitz, vertreten. Ein von Vorsicht diktierter Entscheid angesichts der penibel gepflegten Abgrenzung der SPD von der LINKEN? Aus Furcht, Gabriel und Gysi nebeneinandersitzend würden Seeheimer Kreis und »BILD« in hellste Aufregung versetzen?

Die jetzt er...

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