Israel glaubt nicht an Wandel Irans

Hassan Ruhani könnte als neuer Präsident den Weg aus der Isolation einschlagen

  • Von Oliver Eberhardt, Jerusalem
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Hamas klagt über ein Ausbleiben der Finanzhilfen aus Teheran; Irans Äußerungen im Atomstreit wurden moderater. Israels Premier Netanjahu gibt sich dennoch unnachgiebig.

Hassan Ruhani wurde zum neuen Präsidenten Irans gewählt, doch wer ist er? Immer wieder wird in Israel diese Frage diskutiert, darüber gerätselt, wie viel Macht der Mann wirklich haben wird, und was es für das große Ganze im Nahen Osten bedeutet. Israels Sicherheitsdienste und auch die Politik seien vom Ausgang der Wahl in Iran völlig überrascht worden, resümierte der Fernsehsender Arutz 2. Der Beitrag arbeitete Meinungen der staatlichen Analysten vor und nach der Iran-Wahl auf: »Wir haben unsere Prognosen auf der Grundlage von Jahrzehnte alten Einschätzungen gebildet«, sagt darin ein anonymer Mitarbeiter des Außenministeriums. Damals sei er mit dem Label »chancenlos« versehen worden. Das sei bis zur Wahl so geblieben.

Ihren Ursprung scheint diese Einstufung in einem Gespräch zu haben, das im Jahr 1986 angeblich zwischen Amiram Nir, dem damaligen Antiterrorismusberater der israelischen Regierung, Ruhani, damals stellvertretende...

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