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Einer haut auf den Tisch - und alles ist ruhig

Die korsische Mafia hat am Besuch der Tour de France mitverdient

Die Tour de France ist große Show. In Korsika profitierte von ihr aber auch die Mafia, sagt Maga Ettori. Der Filmemacher ist gebürtiger Korse und schneidet zur Zeit an einem neuen Werk. »Le Dernier Clan« soll im Herbst herauskommen und die Geschichte der korsischen Mafia am Beispiel einer fiktiven Familie erzählen. »nd« traf Ettori in Bastia.

nd: Sie schauen sich die Tour an?
Ettori: Ja, klar, ist doch ein großes Event, ein fantastisches Spektakel. Sie ist auch gut für Korsika. Wir sehen das große Fährschiff, in dem die Journalisten ihr Pressezentrum haben. Das ist verrückt. Aber durch die Tour ist die Insel sehr präsent in den Medien. Wir Korsen kennen uns untereinander fast alle und denken manchmal, dass uns nur die ewigen Kämpfe verbinden. Durch die Berichte im Fernsehen nehmen wir uns jetzt anders wahr. Das ist interessant.

nd: Welche Macht hat die Mafia in Korsika? Ist sie ökonomisch stark, politisch gut vernetzt oder handelt es sich um miteinander verbundene Kleinkriminelle?
Sie ist überall dort, wo Geld ist, oder wo die Möglichkeit besteht, zu Reichtum zu kommen. Wir haben uns bei der Ankunft der Tour auch gefragt, wem sie denn nützt, wer von ihr profitiert? Klar ist das eine tolle Show, und alle sind zufrieden. Aber ein Teil der no...


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