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20 Jahre nach dem Hungerstreik

Das Aus für das Kalibergwerk Bischofferode beschäftigt noch heute Kumpels und Kommunen

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

20 Jahre nach dem Kampf um das Kalibergwerk Bischofferode im Eichsfeld sind die von der Stilllegung aufgerissenen Wunden und Narben noch sicht- und spürbar. Auch die historische Aufarbeitung hält an.

»20 Jahre Hungerstreik in Bischofferode - Schlussfolgerungen auch noch heute« lautet der Titel einer Großen Anfrage der Thüringer Linksfraktion an die Landesregierung, die Fraktionschef Bodo Ramelow am Dienstag der Presse vorstellte. Darin sind über 100 Fragen zu Historie, aktueller Lage, Zukunft und Schlussfolgerungen aufgelistet.

Am Montag war eine Fraktionsdelegation ins Eichsfeld gereist und hatte im Bischofferöder Bergbaumuseum mit früheren Kalikumpel und Kommunalpolitikern die spannenden Monate im Jahr 1993 Revue passieren lassen. Willibald Nebel gehörte zu den ersten zwölf Bergleuten, die am damaligen 1. Juli in den 81-tägigen Hungerstreik traten. Sie hatten gerade erfahren, dass der Bundestags-Treuhandausschuss der Fusion der Mitteldeutschen Kali AG mit dem Kasseler Konzern Kali und Salz (K+S) und damit dem Aus für ihren Betrieb zugestimmt hatte. »Der Hungerstreik war spontan«, erinnert sich Nebel: »Nicht einmal der Be...


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