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Der gekaperte Präsident

Bolivien klagt bei der UNO wegen erzwungener Landung in Wien

Berlin (nd). »Bin ich nun entführt?« Boliviens Präsident Evo Morales hat trotz seines unfreiwilligen Zwischenstopps in Wien den Humor nicht verloren. Wütend ist er trotzdem. »So etwas ist mir noch nie widerfahren«, empörte sich der Staatschef bei einer Pressekonferenz auf dem Flughafen. Einer Präsidentenmaschine die zugesagten Überflugrechte kurzfristig zu entziehen, wie es Frankreich, Portugal, Italien und Spanien am Dienstag taten, ist ein skandalöser Präzedenzfall. Die Begründung: das »unbestätigte« Gerücht, der Whistleblower Edward Snowden befinde sich an Bord. Was Morales kategorisch zurückwies: »Ich habe mit der Sache nichts zu tun«, sagte er der spanischen Nachrichtenagentur EFE. Er habe gar nicht genau gewusst, wer dieser Snowden überhaupt sei. In Moskau hatte er an einer Konferenz erdgasexportierender Staaten teilgenommen.

Der bolivianische UN-Botschafter in New York, Sacha Llorenti, bezeichnete die erzwungene Zwischenlandung als »aggressiven Akt«. Bolivien werde bei der UNO eine Klage einreichen und erwarte eine Stellungnahme von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Der Auftrag für die Unterbrechung der Reise sei von den USA gekommen. Die Aktion habe die Immunität des Präsidenten und seines Flugzeugs verletzt und sein Leben in Gefahr gebracht, so Llorenti. Snowden ist derzeit weiter auf der Suche nach einem Aufnahmeland.

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