Werbung

Protest gegen Nazikonzert in Gera

Hallenser verhindern braunen Aufmarsch

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Gera/Halle (Agenturen/nd). Die Geraer haben mit mehreren Kundgebungen gegen ein NPD-Konzert auf dem Bahnhofsvorplatz demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 1000 Gegendemonstranten, die Geraer Polizei von 850. Zum von der Nazipartei NPD organisierten »Rock für Deutschland« kamen laut Polizei am Samstag rund 700 Menschen. Bis auf Anzeigen wegen des Tragens verfassungsfeindlicher Kennzeichen und Beleidigung sowie Platzverweisen auf beiden Seiten sei es ruhig geblieben.

Unter den antifaschistischen Protestzug mischten sich auch die parteilose Geraer Oberbürgermeisterin, Viola Hahn. »Es war mir ganz wichtig, dass neben vielen Geraern auch so viele Nachbarn im Boot waren und Gesicht gegen rechts gezeigt haben«, so Hahn. Dennoch sei es ein schlechter Tag für Gera. Ein Versuch, die elfte Auflage von »Rock für Deutschland« gerichtlich zu verhindern, sei im Februar gescheitert.

Auch ein Sprecher des Protestbündnisses, Sandro Witt, äußerte am Samstag Kritik und sprach von einer »Willkommenskultur für Neonazis«. Alle Beteiligten müssten gemeinsam noch mehr tun, um die NPD-Veranstaltung zu vertreiben. »Stattdessen lag unser Kundgebungsort noch weiter entfernt von den Neonazis als voriges Jahr«, sagte Witt. »Wir waren nicht mehr in Hörweite des NPD-Konzertes.« Im Vorjahr hatte die Polizei 1000 Neonazis und 2000 Gegendemonstranten gezählt. Die deutlich geringere Zahl der Protestteilnehmer erklärte Witt auch mit einer Aktion in Halle. Dort verhinderten mehrere hundert Menschen mit Straßenblockaden einen geplanten Naziaufmarsch von rund 100 Rechten.

Rund 60 Rechte, die sich zunächst in Halle beteiligt hatten, versammelten sich anschließend in Weißenfels. Die spontane Demonstration wurde von der Polizei zugelassen und endete nach rund einer Stunde ohne Zwischenfälle.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen