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Zu Besuch in der Hölle Europas

Papst Franziskus forderte auf Lampedusa Solidarität mit Flüchtlingen

  • Von Anna Maldini, Rom
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Papst Franziskus hat am Montag die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa besucht. Während des kurzen Aufenthalts klagte er die Gleichgültigkeit der Menschen und die Profitsucht der Gesellschaft an.

Auch am Montag sind wieder verzweifelte Menschen auf Lampedusa gelandet: 161 Flüchtlinge kamen kurz vor Beginn des Besuches von Papst Franziskus auf der Insel zwischen Sizilien und Tunesien an und waren nach einer lebensgefährlichen Überquerung des Mittelmeers in kleinen Holzkähnen von italienischen Marinesoldaten in Thermodecken gewickelt worden. Unter der gleißenden Sonne ein seltsamer, aber alltäglicher Anblick auf Lampedusa. Schon 4000 Migranten sind in diesem Jahr nach einer riskanten Fahrt über das Mittelmeer hierher gekommen. Und die »Saison« hat gerade erst begonnen. Nach der Fahrt beginnt dann ihr zweiter Leidensweg, der sie durch menschenunwürdige Unterkünfte und Länder führt, denen sie nur eine Last sind und die versuchen, sich diese »unbequeme Fracht« irgendwie gegenseitig aufzubürden.

Für jene, die es immer wieder nicht auf sicheren Boden geschafft haben und irgendwo im Mittelmeer gestorben sind, hielt Papst Franz...


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