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Zu tief, zu langsam

San Francisco: Lotter-Airport oder Pilotenfehler?

Zwei chinesische Schülerinnen sind tot, fast 200 andere Passagiere verletzt, 49 davon schwer. Bei der Bruchlandung einer Boeing 777 der Asiana Airlines auf dem San Francisco International Airport kamen offenbar verschiedene Ursachen zusammen.

Die Boeing 777 ist vom Seoul-Incheon International Airport gestartet. 291 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder waren an Bord. Am 6. Juli um 11.28 Uhr Ortszeit verunglückte die Maschine bei der Landung auf Bahn 28 L in San Francisco. Am Wetter kann es nicht gelegen haben, der Wind wehte mit sechs bis sieben Knoten, die Sicht betrug zehn Meilen. Auch die Boeing war offenbar in Ordnung. Sie hatte am 25. Februar 2005 ihren Erstflug, an der Wartung hat die zweitgrößte Airline Südkoreas, die einen guten Ruf hat, keine Abstriche zugelassen.

Bei der Landung waren die Klappen auf 30 Grad eingestellt, das Fahrwerk ausgefahren. Die Geschwindigkeit soll bei 137 Knoten gelegen haben. Das ist unterhalb des Optimums, ließe sich aber beherrschen, wenn man in ausreichender Höhe anfliegt. Das aber war offenbar nicht der Fall. Die Ermittler der Transportsicherheitsbehörde (NTSB) haben am Montag den Voice Recorder der Unglücksmaschine ausgewertet. Sieben Sekunden vor dem Aufschlag stellten die Piloten fest, dass sie zu langsam und zu tief waren, den Aufsetzpunkt also nicht erreichen können. Drei Sekunden später meldete das automatische Warnsystem, dass ein Strömungsabriss drohe. Die Piloten erhöhten die Geschwindigkeit - offenbar zu spät. Anderthalb Sekunden vor dem Aufprall wollte man durchstarten. Doch es war zu spät: Die Maschine streifte laut Augenzeugenberichten eine Mauer, das Heck sowie das Hauptfahrwerk brachen ab, der restliche Rumpf schleuderte 600 Meter über die Piste. Feuer brach aus. Also ein Pilotenfehler? Möglich. Doch Piloten verschiedener Airlines kritisieren auch den Flughafen. Seit Wochen lotse man dort die Flugzeuge auf »Sparflamme« herein. Das elektronische Anflugsystem, dass den richtigen Anflugwinkel signalisiert, sei nicht verfügbar.

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