Offenbar mehr Kitaplätze als erwartet

Laut Ministerium 800.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige gemeldet / Trotzdem Engpässe in Ballunsgzentren

Berlin (Agenturen/nd). Drei Wochen vor dem Start des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kleinkinder wird Familienministerin Kristina Schröder am Donnerstag neue Zahlen zum Stand des Ausbaus präsentieren. Schon vorab wird bekannt: Der CDU-Politikerin sind aus den Ländern rund 800.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige für das kommende Kita-Jahr gemeldet worden, das berichtet NDR Info. Das wären bundesweit 20.000 mehr als der veranschlagte Bedarf. Noch vor wenigen Tagen hatte Städtetag-Hauptgeschäftsführer Stephan Articus von 100.000 fehlenden Plätzen bundesweit gesprochen.

Nicht nur in den neuen Bundesländern, in denen es bereits eine gute Versorgung gab, sei die Bilanz positiv. Im Westen gebe es ebenfalls eine spürbare Verbesserung, auch dort lägen die Zahlen jetzt nah am berechneten Bedarf, zitiert der Sender Regierungskreise. Grundlage sind Daten, welche die Länder bis Ende Juni an das Ministerium übermittelt haben. Ein Teil der Plätze werde derzeit noch mit Bundesgeldern fertig gestellt. Viele warteten aber nur noch auf die Betriebserlaubnis, heißt es.

Die neuen Zahlen bedeuten laut NDR Info allerdings nicht, dass zum Stichtag 1. August alle interessierten Eltern tatsächlich auch einen Betreuungsplatz in ihrer Nähe bekommen werden. Vor allem in westdeutschen Ballungszentren werde es Engpässe geben. Am Donnerstag wird auch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden Zahlen zum Ausbau der Kita-Plätze veröffentlichen, allerdings mit Stichtag 1. März dieses Jahres. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für ein- und zweijährige Kinder tritt am 1. August in Kraft. Für Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr gibt es bereits einen solchen Rechtsanspruch.

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