Werbung

Ehrgeizig

Phumzile Mlambo-Ngcuka wird Direktorin bei UN Women

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Fußstapfen sind groß: Die Südafrikanerin Phumzile Mlambo-Ngcuka wird Nachfolgerin der ehemaligen Präsidentin Chiles, Michelle Bachelet. Mit deren Arbeit an der Spitze der erst 2010 gegründeten UN Women war Generalsekretär Ban Ki Moon zwar ausdrücklich zufrieden, doch von ihrem Rücktritt vor wenigen Monaten vermochte er sie nicht abzuhalten: Der Ruf der Heimat war zu stark. Bachelet hat gute Aussichten, im November wieder zum Staatsoberhaupt gewählt zu werden.

Für den Spitzenposten der UN-Organisation, die sich - wie der Name nahelegt - zuvorderst für Gleichberechtigung und Förderung von Frauen einsetzt, bedarf es hochkarätigen Personals. Ganz so weit nach oben wie Bachelet in Chile hat es die 57-jährige Phumzile Mlambo-Ngcuka in Südafrika zwar nicht gebracht, doch sie ist dort alles andere als eine Unbekannte. Als erste Frau schaffte sie es in der Regenbogennation zur Vizepräsidentin, als die sie zwischen 2005 und 2008 amtierte. Zuvor hatte die studierte Pädagogin reichlich ministerielle Erfahrungen gesammelt: Von 1999 bis 2005 war sie Ministerin für Rohstoffe und Energie, 2004 bekleidete sie zusätzlich das Amt der Ministerin für Kultur, Wissenschaft und Technologie.

Einem weiteren Aufstieg in Südafrika stand ihre Entscheidung im Weg, dem fast allmächtigen Afrikanischen Nationalkongress (ANC) den Rücken zu kehren, nachdem Thabo Mbeki 2008 im parteiinternen Machtkampf mit Jacob Zuma unterlag und sein Präsidentenamt zur Verfügung stellte. Mlambo-Ngcuka tat es Mbeki mit mehreren Ministerkollegen gleich.

Dem politischen Leben sagte sie freilich nicht adé, sondern schloss sich im Februar 2009 dem Volkskongress COPE an, in dem sich Gefolgsleute Mbekis neu organisierten. Neben vielen anderen Aktivitäten machte sie sich zuletzt vor allem mit der von ihr gegründeten Umlambo-Stiftung einen Namen, die Projekte im Bereich Schul- und Lehrerentwicklung initiiert. Die Gründerin selbst wird dafür künftig nicht mehr viel Zeit haben. Der UN-Job fordert die ganze Frau.

Martin Ling

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!