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Rückenwind bevorzugt

Zugdaten von über 300 Tierarten auf www.movebank.org dokumentiert

Keine Wanderung ohne zuverlässigen Wetterbericht. Diese Regel scheinen auch die Galapagos-Albatrosse (Phoebastria irrorata) verinnerlicht zu haben. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell hatten neun Vögel mit GPS-Sendern ausgestattet und sammelten vier Monate lang deren Bewegungsdaten. Die Verknüpfung mit einer Datensammlung der Oregon State University über die Primärproduktion im Ozean ergab, dass die Albatrosse in Meeresgebiete mit hohen Chlorophyllkonzentrationen vor der peruanischen Küste fliegen. Dort finden die Vögel ihre Hauptnahrung: Fische. Die Vögel folgen dabei einer Flugroute im Uhrzeigersinn, so dass sie möglichst lange von Rückenwind profitieren.

In der von Martin Wikelski und Kollegen vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell entwickelten, frei zugänglichen Onlinedatenbank Movebank (www.movebank.org) sind die Zugdaten von über 300 Tierarten dokumentiert. Sie ist damit die größte Sammlung dieser Art weltweit.

Auf ihren Reisen sind Tiere unterschiedlichsten Umweltbedingungen ausgesetzt, die die Wanderungen maßgeblich mitbestimmen. Vögel und Wale beispielsweise wählen ihre Routen so, dass sie Winden und Meeresströmungen folgen und dadurch Energie sparen. Satelliten und Stationen auf dem Land und im Meer können diese Faktoren messen. Bislang war es jedoch sehr mühsam, die Daten der Bewegungsmuster mit den dazugehörenden Umweltbedingungen zu verknüpfen. Die Wissenschaftler aus Radolfzell haben zusammen mit Kollegen von der Ohio State University (USA) deshalb ein Software-Modul für Movebank entwickelt, das automatisch die Bewegungsdaten mit den zugehörigen Messergebnissen der örtlichen Umweltbedingungen verknüpft. nd

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