Werbung

Spott und Lässigkeit sind männlich

BLOGwoche

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Mit der die Sprache erfassenden Gender-Ideologie beschäftigt sich diese Woche auf Wirtschaftswoche.de die Autorin Bettina Röhl. Jene Ideologie sei »in Wahrheit ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit«, zudem »größenwahnsinnig«, »grausam« und »unmenschlich«, »widernatürlich, verfassungsbrechend und kriminell«. Sie sei »die schmutzige Fantasie von einer kleinen Clique von Extremistinnen, die von der Frauenweltherrschaft, gemeint ist ihre persönliche Weltherrschaft, träumen.« Anlass der Tirade ist die angebliche Entscheidung der Universität Leipzig, männliche Professoren ab sofort offiziell als »Herr Professorin« zu führen. In den Nachrichten müsste es zukünftig heißen: »Die Herr Bundespräsidentin nimmt die Herr Ministerin unter die Bundesflagge die Amtseid ab!« Man wolle ja aber »die Gender-Fanatiker, die ihre sowohl den Mann als auch die Frau verachtende Ideologie gegen das Grundgesetzes in das deutsche Gesetzesgefüge einbrennen wollen, nicht verspotten. Der Spott ist männlich und das geht schon mal gar nicht«, ätzt Röhl weiter.

Und haben die Männer denn nicht »lässig akzeptiert, dass der Plural in der deutschen Sprache sowieso durch den Artikel ›die‹ dargestellt wird: die Männer, die Frauen, die Kinder«? Selbst »die übelsten Biologisten« unter den Gender-Kämpfern können laut Röhl »die Tatsache nicht leugnen, dass das offenbar Böseste in der menschlichen Welt, das Testosteron, der Hoden, der Penis im Plural weiblich werden. Mindestens heißt es: die Testosterone, die Hoden und die Penisse«.

Mit dem Aus der Webseite Movie2k.to, die illegal Filme zum Streamen anbot, beschäftigt sich Jens Schröder auf meedia.de. Und mit den Massen an nun Heimatlosen Nutzern. Die Seite rangierte vor ihrem Verschwinden schließlich unter den beliebtesten Internetseiten überhaupt und hatte etwa so viel Publikum wie Spiegel Online oder Bild.de. Erster Profiteur der Seitenschließung ist die illegale Konkurrenz von Kinox.to, die im Webseiten-Ranking von Platz 32 auf Platz 24 kletterte. Die neu geschaffene Nachfolgeseite movie4k.to landete sofort nach Eröffnung auf Platz 67. Aus dem Nichts erreichte die Seite laut Meedia.de also in etwa so viele Nutzer wie Süddeutsche.de. Die legalen Alternativen profitierten allerdings scheinbar überhaupt nicht vom movie2k-Aus, laut Meedia.de verbesserten sie ihre Zahlen gegenüber den Vormonaten kein bisschen. So fiel Amazons lovefilm.de von Mai zu Juni sogar von Platz 396 auf 411 des Rankings, Maxdome belegte Platz 751 statt 774 und Videoload nur Rang 4078 statt 3952. Angesichts dieser Zahlen, die die Wirkungslosigkeit einzelner Seitensperrungen zeigen, da die Nutzer innerhalb weniger Tage auf andere Plattformen wechseln, wäre ein Strategiewechsel möglicherweise bedenkenswert.

Zusammengestellt von: Tobias Riegel

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!