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Ein Gelb, das den Garten zum Leuchten bringt

GARTEN: Königskerzen als Zaunzierde

  • Von Brigitte Müller, Hobbygärtnerin und Umweltautorin
  • Lesedauer: 3 Min.

Wenn man majestätisch positiv definieren will, haben diese Pflanzen den richtigen Namen. Allerdings sind Majestäten aus der Gattung Homo sapiens (heute nennen sie sich meist Eliten) in ihrem Selbstverständnis kaum mit denen von Königskerzen vergleichbar. Familie Verbascum mit fast 300 Arten ist von erstaunlicher Anspruchslosigkeit, eine Eigenschaft, die bei Königen und Co. nicht sehr oft vorkommen soll.

Die königlichen Pflanzen in ihrer genügsamen Art zu leben beweisen, wie man trotzdem zu einer bewundernswerten Erscheinung heranwachsen kann. Noch dazu schenken sie den Menschen heilende Wirkung; im letzten Jahr des vorigen Jahrhunderts war sie die »Heilpflanze des Jahres«. Wer sie einmal im Garten hat, möchte sie nicht mehr missen. Muss er oder sie auch nicht, denn um ihren Nachwuchs kümmern sich Königskerzen ganz allein. Man braucht den kleinen Rosetten dann nur noch den gewünschten Platz zu geben. Am besten vor dunklem Hintergrund, um die Leuchtkraft ihrer Blüten besonders hervorzuheben.

Wer so einen Schwarm von Hummeln, Bienen und anderen Insekten noch nicht hat und auch keinen Gartenfreund, der ihn mit Sämlingen beschenkt, kann die meist zwei- und mehrjährigen Majestäten, es gibt auch einjährige Sorten, noch im Juli aussäen. Trockener karger Boden ist ihnen am liebsten, und vor Krankheiten schützen sie sich selber - Gärtnerherz, was willst du mehr? Kombinieren lassen sie sich bestens mit anderen Anspruchslosen wie Schafgarbe, Stockrosen, Federmohn, Wegwarte. Ton in Ton gestalten oder einen farblich überraschenden Kontrast komponieren - alles ist möglich mit dieser imposanten, gleichsam genügsamen Erscheinung.

Die gelben Kronblätter lassen sich leicht aus dem grünen Kelch lösen und können gut Salate verzieren. Oder sie werden getrocknet: Als Tee tun sie den Schleimhäuten in Hals, Magen und Darm gut. Was nur eine von vielen heilenden Wirkungen ist.

Nach wochenlangem Blühen kann man den Blütenstiel abschneiden und sich manchmal über eine kleinere Nachblüte freuen. Dagegen ist regelmäßiges Entfernen von Abgeblühtem bei anderen Stauden und Einjährigen und Balkonblumen sehr zu empfehlen, weil sie so zu immer neuem Blütenansatz angeregt werden und wir uns länger an der bunten Pracht erfreuen können. Auch die Nektarschlürfer sind dankbar dafür.

Werden nicht nur die trockenen Blüten entfernt, sondern Sträuße geschnitten, dann verzweigen sich die Lieferanten für die Vase meist und blühen um so üppiger. Für Balkonienbesitzer, die in Urlaub fahren wollen, empfiehlt es sich, rigoros bei Petunien die Schere anzusetzen (auch wenn es schwerfällt). Wenn noch die Erde gelockert und gedüngt wird, dann beginnt bei der Heimkehr ein wunderbares zweites Blühen.

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