Göttinger Gras

Guerilla-Gärtner säen in der ganzen Stadt Cannabispflanzen aus

  • Von Reimar Paul, Göttingen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Göttingen sprießt an allen Ecken und Enden der Hanf. Ausgebracht von »Blumenkindern« hat er allerdings nur eine kurze Haltbarkeit - bis die Polizei oder Stadt zum Jäten kommt.

Erstmals spross der Hanf vor einem Jahr im öffentlichen Raum. Bis zu 40 Zentimeter hoch wuchsen die Pflanzen auf dem Grünstreifen in der Mitte des Göttinger Kreuzbergrings, bevor Mitarbeiter des städtischen Grünflächenamtes mit der Sense in die von vielen Studenten bewohnte Straße anrückten. Wer die Samen ausgebracht hatte, wurde zunächst nicht bekannt. Eine »heimliche Aussaat im Sinne von Guerilla-Gärtnerei« vermutete damals Stadtsprecher Detlef Johannson. Später outeten sich anonyme Gärtner in einem Internetforum. Sie deklarierten »das wilde Aussäen als Protest gegen den restriktiven Umgang auch in Bezug auf den Konsum in Form von Marihuana.«

Das Beispiel machte Schule. In diesem Sommer sind »Einige Autonome Blumenkinder« in Sachen Guerilla-Gardening in der Stadt unterwegs. »Aus Protest gegen die restriktive Drogenpolitik haben wir in ganz Göttingen mehrere Kilo THC-arme Cannabissamen verteilt«, schrieben sie in einem Bekenn...


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