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Die Sprache der sprachlosen Körper

Werkschau des Berliner Malers Lothar Böhme zu seinem 75. Geburtstag

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Das Prinzip der Reihung und Variierung weniger Motive - der weibliche Akt, in jüngster Zeit auch der Kopf, wenige Selbstporträts - schließt im malerischen Werk von Lothar Böhme einfache Wiederholung und Austauschbarkeit aus. Es bedeutet vielmehr die Einmaligkeit, Unwiederholbarkeit existentieller Grundsituationen. In der avantgardistischen Moderne war der menschliche Körper unzähligen Manipulationen ausgesetzt, er verflüchtigte sich zum vagen Erinnerungsbild oder wurde mit Präzision deformiert und in andere Funktionszusammenhänge eingewiesen. Bei Böhme ist er wieder zu einem Ruhe- und Kulminationspunkt geworden, hat wieder plastische Festigkeit und erdhafte Schwere erhalten.

Die Bilder des Berliner Malers, der am 26. Juli seinen 75. Geburtstag begeht, beschreiben kein Ereignis, keine Szene, seine Frauenfiguren sind weder Göttinnen noch fordern sie den Betrachter mit der Nacktheit ihres Körpers heraus. Sie füllen - mitunter ver...


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