Kompetent und amüsant

Ein Einsteiger-Lehrbuch der Biotechnologie, wie man es sich wünscht

  • Von Steffen Schmidt
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.
Lesern dieser Seite muss man Reinhard Renneberg nicht mehr vorstellen. In seiner seit rund eineinhalb Jahren erscheinenden »Biolumne« zeigt der in Hongkong lehrende Biochemiker alle zwei Wochen, dass man über vermeintlich trockene Wissenschaft sehr lebendig schreiben kann. Doch was in populärwissenschaftlichen Texten klappt, muss in einem Lehrbuch noch lange nicht genauso sein. Renneberg gelingt es in seinem jüngsten Buch exzellent, fachlich kompetentes Wissen mit einer sprachlich klaren und lebendigen Darstellung zu verbinden. Natürlich fehlen auch nicht die ND-Lesern vertrauten Anekdoten aus der Geschichte der Wissenschaft und - erstaunlich genug - einige der Vignetten, die die Biolumne begleiteten. Eine weitere Besonderheit dürfte dem wissenschaftlich interessierten Laien vielleicht gar nicht so auffallen. Verlag und Autor riskieren etwas selten gewordenes in der schnellelebigen Welt der Biotechnologie: sie haben ein deutschsprachiges Buch gemacht, obwohl in diesem inzwischen weithin von US-Forschern dominierten Fachgebiet aktueller Wissensstand oft mit englischsprachigen Texten assoziiert wird. Dennoch bleibt das Buch - gemessen an dem überschaubaren Umfang von knapp 300 Seiten - auch fachlich nichts schuldig. Hilfreich dabei war sicher, dass Renneberg sich der Mitarbeit einer Vielzahl von namhaften Experten in aller Welt versichert hat. Und so kann er Grundlagenwissen ebenso bieten wie aktuelle Forschungsergebnisse. Das Ganze bei aller Knappheit der Darstellung so verständlich, dass selbst naturwissenschaftlich interessierte Oberschüler das meiste verstehen dürften. Das Spektrum der behandelten Themen ist breit. Es reicht von den Wurzeln der Biotechnologie in Gärung und Milchverarbeitung über die Anwendungen in der chemischen Synthese bis hin zu medizinischen Tests, Gentechnologie und dem Klonen von Säugetieren. Ein besonderer Pluspunkt des Bandes sind die instruktiven Grafiken von Darja Süßbier. Gerade bei der Vermittlung komplexerer Sachverhalte bauen Renneberg und Süßbier auf die Kraft der Bilder. So werden etwa die komplexen biochemischen Vorgängen bei der Synthese von Vitamin C weitaus klarer als durch einen Text. Einziger Einwand zur grafischen Gestaltung: Manchmal wäre weniger mehr gewesen, etliche interessante Bilder sind zugu...

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