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»Ausraster« des NDR

  • Von Thomas Wieczorek
  • Lesedauer: ca. 1.0 Min.
Die geplante Rückabwicklung des designierten NDR-Sportchefs Hagen Boßdorf mittels seiner Stasi-Vergangenheit hat drei Seiten. Erstens: Der Missbrauch persönlicher Bekanntschaften für »Informationsgewinn« (sprich Bespitzelung) ist etwas, wofür man schon eine verdammt gute Ausrede braucht. Boßdorf soll Göttinger Sportstudentinnen ausspioniert und über eine berichtet haben: »breite Hüften, ein unschönes Gebiss, aber freundlich und naiv«. Zweitens: »Agententätigkeit« im Ausland ist grundsätzlich etwas anders als das Verraten von Mitbürgern. Boßdorf könnte also als »DDR-Agent« angeklagt werden, wird er aber nicht. Drittens: Den eigentlichen Schlüssel zum Verständnis des NDR-Vorgehens liefert die NDR-Sendung »Feindobjekt NDR« vom 27. Juni 2005. Grundlage war eine »Studie« von Dr. Rahel Frank und der Schweriner SPD-Fraktionsgeschaftsführerin Dr. Sandra Pingel-Schliemann. Danach hatten sich der einstige »Panorama«-Journalist Peter Merseburger (später ARD-Korrespondent in Ost-Berlin) oder Lutz Lehmann jahrelang vor den Karren der DDR-Propaganda spannen lassen bei der Enttarnung von Nazis in der Regierung Adenauer. Inzwischen sind Sendung und Studie geheime Verschlusssache. Sender und Autoren gaben gegenüber Lehmans Anwalt eine dreiseitige Unterlassungserklärung ab. Kein Wunder, dass der NDR ...

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