Werbung

120 Stunden Arbeit für Flaschenwurf

(dpa). Nach einem Flaschenwurf gegen einen Polizisten am 1. Mai 2013 muss ein 21-jähriger Berliner nach Jugendrecht 120 Stunden Freizeitarbeit leisten. Der junge Mann gestand am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht, dass er sich von der aufgeheizten Stimmung habe mitreißen lassen. »Ich schäme mich, es war eine Dummheit«, erklärte der Arbeitslose.

Verletzungen bei einem Beamten konnten nicht festgestellt werden. Der 21-Jährige wurde daher wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Das Gericht betonte aber die möglichen Gefahren von Würfen mit Glasflaschen gegen Menschengruppen. Die Richterin ging von erheblichen Reifeverzögerungen des zur Tatzeit 20-Jährigen aus. Er lebt noch bei seinem Vater und hat bisherige Ausbildungen abgebrochen. Der Berliner hatte am 1. Mai mit Freunden zu Hause Alkohol getrunken und war dann zum »Myfest« nach Kreuzberg gezogen. Bei seiner Festnahme an der Adalbertstraße wurde er nach eigenen Angaben von einem Polizisten geschlagen. Es werde wegen Körperverletzung im Amt ermittelt, kündigte die Anklägerin an. Die diesjährigen Mai-Feiertage waren insgesamt weit friedlicher als in den Vorjahren verlaufen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers liegen derzeit zehn Anklagen vor.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser:innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede:n Interessierte:n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor:in, Redakteur:in, Techniker:in oder Verlagsmitarbeiter:in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung