»Ich weiß nicht, wie wir das bewältigen sollen«

Leiter des Wahlamtes Mitte kritisiert Abstimmungstermin für Energie-Volksentscheid am 3. November

Wigbert Siller ist Leiter des Wahlamtes im Berliner Bezirk Mitte. Mit ihm sprach nd-Redakteur Bernd Kammer über die Probleme, die sich aus den zwei getrennten Terminen zur Bundestagswahl und zum Volksentscheid »Neue Energie für Berlin« ergeben.

nd: Herr Siller, auf die Berliner kommt im Herbst ein kleiner Wahlmarathon zu: Erst die Bundestagswahl am 22. September und sechs Wochen später die Abstimmung über die Rekommunalisierung des Stromnetzes. Es wird erwartet, dass sich dieser zweite Termin nicht gerade förderlich auf die Wahlbeteiligung auswirkt, weshalb dagegen heftig protestiert wurde. Aber für Sie und Ihre Mitarbeiter bedeutet das richtigen Stress.
Siller: Ich kann mir überhaupt noch nicht vorstellen, wie wir das bewältigen sollen. Dass ein Volksentscheid so kurz nach einer Wahl stattfindet, hatten wir noch nicht.

Das heißt, Sie hätten auch für einen gemeinsamen Termin für Wahl und Volksentscheid plädiert?
Unbedingt. Die Konstellation jetzt bedeutet für meine Mannschaft Ackern im Dauerakkord. Vieles wird sich überschneiden, weil die Vorbereitung des Volksentscheids voll in die Wahlzeit fällt.

Was heißt Dauerakkord?
Das bedeutet, dass meine acht Mita...



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