London will auf Atomwaffen nicht verzichten

Widerstand gegen Modernisierung des Trident-Systems wächst dennoch

  • Von Hubert Thielicke
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Während die konservativ-liberale Regierung Großbritanniens weiter über die Zukunft seines Kernwaffenarsenals streitet, wächst im Land der Widerstand gegen die nukleare Rüstung.

Eine Entscheidung über das Trident-System, wie die mit Atomraketen bestückten Vanguard-U-Boote Großbritanniens genannt werden, ist schon auf die Zeit nach der nächsten Parlamentswahl 2015 verschoben worden. Die Debatte über die Zukunft der Nuklearstreitmacht dauert aber an. Die jüngst veröffentlichte Studie einer von der Regierungskoalition eingesetzten Expertengruppe schlägt nun vor, auf eines der U-Boote zu verzichten. Vorher diskutierte Alternativen, wie der Umstieg auf Marschflugkörper, werden verworfen, der grundlegende Atomwaffenverzicht wird nicht in Betracht gezogen.

An der Haltung der Regierungsparteien ändert die Studie damit wohl nichts. Während die Konservativen auch künftig eine aus vier U-Booten bestehende »Abschreckungsmacht« beibehalten wollen, setzen sich die Liberaldemokraten für Abstriche ein. Neben Einsparungsmöglichkeiten haben sie auch ihre Wähler im Blick.

Die Dienstzeit der Vanguard-U-Boote läuft ...


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