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Ein neuer Retter für Kambodscha?

Langzeit-Regierungschef Hun Sen sieht sich einem starken Herausforderer gegenüber

  • Von Detlef D. Pries
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

In Kambodscha wird am Sonntag gewählt - 20 Jahre nach den ersten UNO-überwachten Wahlen, die Jahrzehnten von Aggression, mörderischer Pol-Pot-Herrschaft und Bürgerkriegen folgten.

Hun Sen war 26 Jahre alt, als er im Januar 1979 Außenminister der Volksrepublik Kampuchea wurde. Er war 32, als er zum Regierungschef berufen wurde. Das ist er heute noch, im 61. Lebensjahr. Nur dass der Staat sich wieder Königreich Kambodscha nennt und die Partei, auf die sich Hun Sen stützt, von der Revolutionären Volkspartei zur schlichten Volkspartei geworden ist.

Wer so lange regiert, hängt an der Macht und will von ihr nicht lassen. Kambodschas »starker Mann« hat unlängst verkündet, bis Mitte 70 wolle er regieren. Die erste Hürde auf dem Weg dahin muss er am Sonntag nehmen, wenn im Königreich am Mekong eine neue Nationalversammlung gewählt wird. Bei der vorangegangenen Wahl 2008 hatte die Volkspartei 90 der 123 Sitze erobert. Und kaum jemand zweifelte noch vor Monatsfrist, dass sie 2013 einen ähnlichen Erfolg für sich verbuchen würde. Nicht nur dank einer gut geölten Parteimaschinerie, dank Medienübermacht, Wählerkauf un...


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