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Bradley Manning erwartet sein Urteil

Dem US-Soldaten droht lebenslängliche Haft

Fort Meade (dpa/nd). Im Prozess gegen den Wikileaks-Informanten Bradley Manning hielt die Verteidigung am Freitag ihr Plädoyer. Bereits am Wochenende könnte das Militärgericht in Fort Meade ein Urteil fällen. Das Strafmaß wird allerdings erst später verkündet.

Dem 25-jährigen Obergefreiten droht eine lebenslängliche Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag erneut schwerste Vorwürfe gegen ihn erhoben. »Er war kein Humanist, er war ein Hacker«, sagte Staatsanwalt Ashden Fein. »Er war entschlossen, den USA und ihren Kriegsanstrengungen zu schaden.« Manning hat zwar gestanden, als Soldat in Irak 2010 Hunderttausende geheime Dokumente aus Armeedatenbanken an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergereicht zu haben. Er habe das aber getan, um die Öffentlichkeit über den Krieg und Kriegsgräuel zu informieren. Er habe keine böse Absichten gehabt. Den Hauptvorwurf der Feindesunterstützung bestritt er deshalb. Er habe eine öffentliche Debatte über die US-Militäreinsätze in Afghanistan und im Irak anstoßen wollen.

Der schwerste Anklagepunkt lautet »Unterstützung des Feindes«, wofür die Todesstrafe droht. Die Staatsanwaltschaft hatte aber vor dem Prozess signalisiert, dass sie die nicht fordern will.

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