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Eumann vor Amtsverlust?

Plagiatsaffäre in NRW

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München (AFP/nd). In der Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit des nordrhein-westfälischen Medienstaatssekretärs Marc-Jan Eumann (SPD) hat ein Gutachter einem Magazinbericht zufolge die Aberkennung des Titels empfohlen. Laut der Expertise des Bonner Rechtsgelehrten Wolfgang Löwer solle Eumann seine Doktorväter an der Technischen Universität Dortmund bewusst getäuscht haben, berichtete das Magazin »Focus« am Sonntag vorab. Hintergrund sind Vorwürfe gegen Eumann, er habe für die Doktorarbeit Teile aus seiner eigenen Magisterarbeit benutzt, ohne deren Inhalte erneut erkennbar aufzuarbeiten oder neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinzuzufügen.

Das Rektorat der TU Dortmund hatte am 18. Juli ein »erhebliches wissenschaftliches Fehlverhalten« von Eumann festgestellt und den Vorgang dem dafür zuständigen Fakultätsrat zur Einleitung eines Aberkennungsverfahrens zugeleitet.

Sollte sich die Meldung erhärten und die Fakultät wirklich den Titel kassieren, wäre die Politkarriere des 1966 in Hamburg geborenen SPD-Politikers wohl vorbei. Laut »Focus« vertrat ein »ranghohes« SPD-Mitglied die Auffassung »Titel futsch, Amt futsch.« Die NRW-Grünen als Koalitionspartner der SPD sind dem Bericht zufolge ähnlicher Ansicht.

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