Meisterliches, bildschön

Der Grafiker und Maler Horst Dieter Gölzenleuchter in Templin

  • Von Marion Pietrzok
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Ein Blau, das, so licht und warm und weich, den Blick einfängt, wie es der Himmel vermag und die Sommerluft dieser Tage im wasserreichen Uckermärkischen Templin. Diese Freundlichkeit fürs Auge, diese Farbe bedeckt eine knapp zwei Meter hohe, fast Zimmertür-breite Bahn aus Nessel, auf Keilrahmen gespannt. Die Figur einer Frau, als habe diese die Lust getrieben, auf einzig dieses Blau ihren Körper zu schmiegen, zeigt sich in vielfach gebrochenen weißen Linien, en face, die Arme sind selbstbewusst verschränkt. Und daneben, auf ebensolchem Farbgrund, präsentiert sie sich, wiederum nackt, im Ganzkörperprofil und in rascher Bewegung.

Bilder, die beim Anschauen beglücken. Ihr Schöpfer: H.D. Gölzenleuchter, ein hervorragender Holzschneider. Der, wie HAP Grieshaber – das Vorbild und der an Lebensjahren Ältere – sehr große Formate des Holzschnitts bewältigt. Jahrhundertelang waren nur kleine Abmessungen üblich. Der Bochumer Künstler hat...


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