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Caroline Kennedy will US-Botschafterin in Japan werden.

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Nun also doch: Caroline Kennedy steht kurz davor, ein politisches Amt zu bekleiden. US-Präsident Barack Obama hat sie als neue Botschafterin in Japan nominiert, wie das Weiße Haus am Mittwoch in Washington mitteilte. Da sich Fernost schon freudig erregt ob der baldigen Ankunft der prominenten US-Bürgerin zeigte, ist der Einstieg des letzten noch lebenden Nachkommens von John F. Kennedy in die Politik perfekt. Nur der Senat muss dem noch zustimmen.

Diesmal, so scheint es, lassen alle Kritiker die 55-Jährige gewähren. Schon einmal stand die studierte Juristin kurz davor, einen Botschafterposten zu übernehmen. Doch damals, 2009, lehnte der Vatikan ab, da Kennedy als der Abtreibung zu liberal gegenüberstehend galt. Den größeren Rückschlag auf dem Weg in die Politik erlebte Kennedy aber ein Jahr zuvor. Sie wollte Hillary Clinton als Senatorin für den Bundesstaat New York beerben. Als sich Journalisten über rhetorische Unsicherheiten bei Fernsehauftritten lustig machten und ihr mangelnde Erfahrung vorwarfen, zog sich die Mutter von drei Kindern aber zurück.

Und ging wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nach: Geld sammeln für Wohltätigkeitsorganisationen sowie Bücher schreiben. Als Anwältin hat Kennedy nie praktiziert. Politisches Engagement zeigte sie vor allem als Unterstützerin von Barack Obama, den sie gern mit ihrem 1963 ermordeten Vater vergleicht. »Ich kenne keinen Präsidenten, der mich so inspirierte wie es mir die Menschen über meinen Vater sagen«, schrieb sie in der »New York Times«. Auch den ihr gewidmeten Musiktitel »Sweet Caroline« von Neil Diamond setzte die Kennedy-Tochter beim US-Präsidentschaftswahlkampf ein. Nun folgt das Dankeschön, wie es schon viele andere Prominente oder Wahlkampfspender in Form von Abgesandtenposten erhielten.

Caroline Kennedy könnte die dritte Generation ihrer Familie sein, die nach Großvater Joseph P. Kennedy und Tante Jean Kennedy Smith in den Botschaftsdienst geht. Ob sie in Japan mit mehr als ihrem Namen punkten können wird, muss sie aber sich und der Öffentlichkeit beweisen.

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