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Luxus in Cottbus

FC Energie gelingt dank des Dreifachtorschützen Boubacar Sanogo gegen Paderborn der erste Saisonsieg

  • Von Matthias Koch, Cottbus
  • Lesedauer: 3 Min.

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Nach der Auftaktniederlage bei Erstligaabsteiger Fortuna Düsseldorf holte am Sonntag Energie Cottbus mit dem 4:0-Heimsieg gegen den SC Paderborn die ersten Punkte in dieser Zweitligasaison.

Das Stadion der Freundschaft kochte am Sonntagnachmittag. Zum einen wurden in der Heimstätte des FC Energie Cottbus 37 Grad gemessen. Zum anderen brachte die Energie-Elf die Zuschauer in Wallung. Im ersten Heimspiel der Saison gegen den SC Paderborn stand es nach elf Minuten bereits 3:0. Das 4:0 zur Pause hatte auch nach 90 Minuten bestand. Wir haben beschlossen, dass wir direkt vorn drauf gehen wollten. Das Resultat hat uns allen Recht gegeben», freute sich Energie-Trainer Rudi Bommer.

Bommer konnte sich den Luxus leisten, Boubacar Sanogo schon nach 77 Minuten vom Feld zu nehmen. Der Ivorer hatte mit seinen drei Toren zum 1:0 (3.), 3:0 (11.) und 4:0 (38.) den Löwenanteil an den ersten Cottbuser Punkten in dieser Spielzeit. Das zwischenzeitliche 2:0 ging auf das Konto von Linksverteidiger Alexander Bittroff (8.). Laut Statistik schoss der früher bei Werder Bremer und dem Hamburger SV aktive Sanogo lediglich fünf Mal aufs Tor. «Heute hat es ganz gut geklappt. Wir haben richtig gut angefangen. Danach war es einfach für uns», sagte der Dreifachtorschütze. «Es ist aber nicht alles perfekt. Es muss noch besser werden. In Düsseldorf hat es nicht so gut funktioniert.»

Vr einer Woche war Cottbus mit einem 0:1 bei der Fortuna in die Saison gestartet. «Es war ganz gut, dass wir in Düsseldorf nicht noch glücklich einen Punkt mitgenommen haben», sagte Energie-Kapitän Uwe Möhrle. «Dadurch haben wir in der Trainingswoche noch akribischer gearbeitet. Das ging zu 100 Prozent auf. Wir wollten ein frühes Tor. Drei haben wir auch gern mitgenommen.»

Die Hitze machte allen mächtig zu schaffen. Für die leider nur 7105 Zuschauer spendierte ein Cottbuser Sponsor kostenloses Wasser. Die Spieler bekamen pro Halbzeit noch eine zusätzliche Trinkpause von Schiedsrichter Peter Sippel aus München. Geholfen hat das aber nicht wirklich. «Es wurde von Minute zu Minute schwieriger. Die Hitze war unerträglich. Wir haben uns nur noch gequält», erklärte Möhrle.

Für den SC Paderborn war die zweite Saison-Niederlage, die mit dem Absturz auf den letzten Tabellenrang einherging, eine bittere Pille. «Schlechter kann man in ein Spiel nicht starten, wenn es nach elf Minuten 0:3 steht. Das war unfassbar», sagte der neue Cheftrainer Trainer Andre Breitenreiter. «Aber wir haben uns von der ersten Minute an nicht an den taktischen Plan gehalten. In der zweiten Hälfte haben wir es Energie nicht mehr so leicht gemacht und zumindest ein 0:0 geholt.»

In Cottbus herrscht nach Rang acht in der Vorsaison große Zuversicht, dass die kommende Spielzeit erneut in der oberen Tabellenhälfte endet. «Wir wollen uns verbessern. Wir waren im letzten Jahr im Wellental. Ich möchte mehr Beständigkeit ins Team bringen», sagte Bommer. Sportdirektor Christian Beck ist nach Differenzen mit Präsident Ulrich Lepsch nicht mehr dabei. Im Vergleich zum Vorjahr fehlen mit Torwart Thorsten Kirschbaum, Verteidiger Uwe Hünemeier sowie den Offensivspielern Daniel Adlung und Dennis Sörensen auch auf dem Platz Akteure, die über Jahre den Cottbuser Fußball prägten.

Mit den zehn Zugängen sieht sich Cottbus breiter als in der vergangenen Spielzeit aufgestellt. Von den Neuverpflichtungen sind der österreichische Nationalkeeper Robert Almer, Mittelfeldspieler Charles Takyi und Angreifer Erik Jendrisek gesetzt, auch wenn sie zuletzt über weniger Spielpraxis verfügten. Die Festanstellung von Außenbahnspieler Michael Schulze ist ein zusätzlicher Gewinn. Jendrisek soll Sanogo entlasten, der 2012/13 mit 15 Treffern überzeugen konnte. «Wir haben zwei Topstürmer. Da müssen wir uns nicht verstecken», sagte Bommer. Nach dem Sieg gegen Paderborn äußerte er jedoch leichte Kritik an Jendrisek, der in einigen Situationen zu eigensinnig war.

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