Die Qual des Polittalks

Gregor Gysi denkt über Politikbetrieb in Deutschland nach und erläutert das Wahlprogramm der Linkspartei

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Entweder schreibt man die Wahrheit», hat Helmut Kohl einmal über das Dilemma des bücherschreibenden Politikers gesagt, «dann macht man sich nur einen Haufen Feinde. Oder man schreibt nicht die Wahrheit. Aber warum soll das jemand lesen?»

Es gibt Bücher, die von Politikern in der Hoffnung veröffentlicht werden, sich für eine Rückkehr auf die Parteienbühne zu empfehlen oder für eine größere Rolle auf derselben. Andere sind in der Absicht publiziert, das eigene Bild zu korrigieren, späte Bekenntnisse wider die Parteilinie abzugeben. Gern wird auch, altersweise geworden und andere mit Ratschlägen belehrend, auf die eigene Biografie zurückgeblickt. Es gibt den spät entdeckten Theoretiker, den von einem noch zu gering beachtete Weltübel Bewegten. Politiker schreiben Bücher, um die Schlechtigkeit der Politik auszumalen, oder sie bilden Politikerbücherautorenduos über Parteigrenzen hinweg, was dann zwecks Marketing angepriesen werden ...


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