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Zu arm selbst für die Räuber

Im sachsen-anhaltischen Eisleben kämpft man um das von Sparzwängen bedrohte Theater

  • Von Hendrik Lasch, Eisleben
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Die Regierung von Sachsen-Anhalt will sparen, auch bei den sieben Theatern im Land. Dem Haus in Eisleben sollten die Zuschüsse ganz gestrichen werden. Nach lauten Protesten soll jetzt eine Fusion die Rettung bringen.

Im Herbst knöpft sich das Theater in Eisleben die Politik vor. »Die Fraktion« heißt das Stück, das am 19. Oktober Premiere hat und einen Blick in die Untiefen der Kommunalpolitik wagt. In einer Stadtratsfraktion, so das Sujet, ist Streit entbrannt über den Plan, eine Stele zu errichten »im Andenken daran, dass man lebt, bevor man stirbt«. Die Ankündigung im neuen Spielzeitheft des Theaters verspricht ein Stelldichein mit verschiedensten Typen, die in der Politik anzutreffen sind: Karrieristen und Pragmatiker, Zyniker, Machtmenschen und Träumer.

Wie viel Zeit in dem Stück vergeht, bis einer der Stadträte die Frage nach den Kosten der Stele stellt, bleibt abzuwarten. Da Autor Kai Ivo Baulitz aber offenbar tiefen Einblick in den Politikbetrieb hat, steht zu vermuten: nicht viel. Die Frage des Geldes (vor allem: von dessen Fehlen) ist ein Grundmotiv in der Politik geworden; für Sachsen-Anhalt, in dessen Süden Eisleben liegt, gilt ...


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