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Ohne Gott und Mörder bräche die Kunst zusammen

Regisseur PETER ATANASSOW über Theater im Gefängnis: Kollegen im Knast

Er hat Kraft. Er hat Energie. Er hält aus. Er hält die Fäden zusammen: Peter Atanassow ist seit über zehn Jahren der Regisseur des längst auch europäisch ausstrahlenden Berliner Gefängnistheaters »aufBruch«. Hans-Dieter Schütt hat Atanassow zum Interview getroffen.

nd: Peter Atanassow, wie kommt man als Regisseur ins Gefängnis?
Atanassow: Nach Jahren als Schauspieler bin ich da reingerutscht.

So, wie man in die Kriminalität rutschen kann.
Man soll Gesetzesbrüche nicht bagatellisieren, auch nicht für ein Wortspiel - aber es stimmt schon: Verbrechen und Kunst bilden gegenseitig merkwürdige Anziehungskräfte aus. Das ist unbestreitbar. Man denke an Shakespeare, an Kleist, an Dostojewski.

Oder an die literarische Weltkarriere des Kriminalromans.
Alle Kunst bräche zusammen, entzöge man ihr Gott - und den Mörder.

Was nun Ihre eigene künstlerische Entwicklung betrifft ...
Ich habe schauspielerische Provinzen durchlebt, schlug mich frei herum. In der Off-Szene inszenierte ich dann ein Stück, meine Regie war eine Katastrophe zwischen Schleef-Imitat und Assoziationsfetzen in Anlehnung an die junge zornige britische Dramatik. Die Deutschlandfahne als Lendenschurz, das war die Art...




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