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Beweise für Staatsdoping im Westen

Erstmals wurden Dokumente über Bundesförderung dubioser Anabolikaforschung in den 70er Jahren veröffentlicht

  • Von Dominik Kortus und Jörg Mebus, SID
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In der BRD gab es staatlich finanzierte Dopingforschung. Gerichtsfeste Dokumente wurden erstmals öffentlich gemacht. Das Bundesinnenministerium schweigt zu den Vorwürfen und will unangenehme Forschungsergebnisse nicht veröffentlichen.

Ein 17-seitiges Dokument aus dem Bundesarchiv bringt jahrzehntelange westdeutsche Dopinglügen endgültig zu Fall: Nach gemeinsamen Recherchen der »Main-Post« und der »Märkischen Oderzeitung« sind nun auch für die BRD staatliche geförderte Dopingforschungen bewiesen. Demnach gab es Anfang der 1970er Jahre durch Steuergeld finanzierte Forschungen zum leistungsfördernden Einsatz von Anabolika, Insulin und Wachstumshormonen. Dies belege ein Dokument (VF 1220/13/72) des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) aus dem Bundesarchiv in Koblenz.

»Das ist ein guter Tag für den Sport und den Antidoping-Kampf. Jede Wahrheit, die ans Licht kommt, erfüllt den wunderbaren Zweck der Aufklärung«, sagte Dopingexperte Werner Franke: »Solche Beweise tragen dazu bei, auch heute noch Ärzte dingfest machen zu können, die gegen Ethik und den Eid, den sie geleistet haben, verstoßen.«

Das BISp untersteht dem Bundesinnenministerium (BMI) und b...


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