Zypern stürzt ins Bodenlose

Während die Industrieproduktion schrumpft und die Investitionstätigkeit einbricht, steigt die Arbeitslosigkeit

  • Von Tomasz Konicz
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Troika meint: Zypern ist trotz Rezession auf einem guten Weg. Doch die wirtschaftlichen Daten sprechen eine andere Sprache.

Bis zur Bundestagswahl werden wir immer wieder mit Berichten von der europäischen Krisenfront behelligt werden, die Züge einer bitterbösen Realsatire tragen. Die neuesten Durchhalteparolen publizierte die Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) am Mittwoch: »Unsere allgemeine Einschätzung ist, dass Zypern mit seinem Programm auf dem richtigen Weg ist«, hieß es in einer auf der Webpräsenz der EZB publizierten Einschätzung der brutalen Krisenmaßnahmen, die dem Inselstaat insbesondere auf Drängen Berlins oktroyiert wurden. Die mit der Umsetzung des Spardiktats und der Teilenteignung beauftragte Troika attestierte Nikosia eine »bessere Leistung« als erwartet, wie es eine Sprecherin des IWF formulierte. Zypern habe erheblich gespart und nur vorsichtig Geld ausgegeben, hieß es weiter.

Stattdessen schätzen selbst wirtschaftsliberale Zeitungen wie die britische »Financial Times«...


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