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Der tiefe Fall der Moslembrüder

  • Von Pedram Shahyar
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

»Es wird viele Tote geben, oder?«, frage ich den linken Aktivisten Shady in einem überfüllten Café in Kairo. »Weißt du, die Leute werden Beifall klatschen«, sagt er. Sein Gesicht versteinert kurz. »Wallahi, das ist echt traurig«, sage ich. Nachdem die Übergangsregierung erklärte, dass die islamistischen Platzbesetzungen in Kairo die nationale Sicherheit gefährden und geräumt werden müssen, begann die Polizei Donnerstagnacht in Nasr City Einheiten zu stationieren.

In Downtown herrschte angespannte Ruhe: Die Sit-Ins waren bewaffnet, freiwillig würden sie nicht gehen. Es drohte ein Blutbad. Es ist kaum zu glauben, wie in einem so streng religiösen Land die Islamisten nach kurzer Zeit so stark isoliert sind. Es ist nicht nur politische Unzufriedenheit, es herrscht Hass in breiten Teilen der Bevölkerung gegen sie. In den letzten Wochen haben die Islamisten viel getan, was die Wut gegen sie weiter eskalieren ließ. In Oberägypten bra...


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